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Warum KRITIS-Unternehmen professionellen Storage-Support brauchen

In unserer modernen Gesellschaft sind wir tagtäglich auf kritische Infrastrukturen angewiesen. Ob Energie, Wasser, Transport oder Gesundheit – wenn diese Sektoren ausfallen, sind nicht nur Unternehmen, sondern ganze Gesellschaften betroffen. Für die Betreiber dieser Infrastrukturen, sogenannte KRITIS-Unternehmen, ist die reibungslose Funktion ihrer IT-Systeme von zentraler Bedeutung. Insbesondere der Storage, das Gedächtnis jeder IT-Landschaft, erfordert eine strategische Herangehensweise. Ein standardmäßiger Ansatz reicht hier nicht aus.

Was sind KRITIS-Unternehmen eigentlich?

KRITIS steht für "Kritische Infrastrukturen". Darunter versteht man Organisationen und Einrichtungen, die für die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens unverzichtbar sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in seinem IT-Sicherheitsgesetz mehrere Sektoren definiert, die als kritisch gelten. Dazu gehören unter anderem:

  • Energie: Strom-, Gas-, und Ölversorgung
  • Gesundheit: Krankenhäuser und die Arzneimittelversorgung
  • Finanz- und Versicherungswesen: Banken und Börsen
  • IT und Telekommunikation: Internetprovider und Rechenzentren
  • Transport und Verkehr: Bahn, Luftfahrt und Logistik

Ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung in einem dieser Bereiche kann weitreichende Konsequenzen für die öffentliche Sicherheit und Versorgung haben. Aus diesem Grund müssen KRITIS-Unternehmen ihre IT-Infrastruktur besonders absichern und resilient gestalten.

Das Herzstück der IT: Warum Storage so kritisch ist

Die Bedeutung von Speichersystemen wird oft unterschätzt. Doch ohne eine zuverlässige Datenablage sind selbst die modernsten Anwendungen und Netzwerke wertlos. Ein Storage-Ausfall kann zu weitreichenden und teils dramatischen Folgen führen: Patientendaten sind in Krankenhäusern nicht abrufbar, Steuerungsanlagen für Stromnetze fallen aus oder der gesamte Zahlungsverkehr bricht zusammen.

Hinzu kommt, dass die Datenmengen in diesen Sektoren exponentiell wachsen. Sensoren, IoT-Geräte, KI-Auswertungen – all das erfordert nicht nur mehr Speicherplatz, sondern auch intelligente Architekturen, die hoch skalierbar, ausfallsicher und flexibel sind.

Warum professioneller Support unverzichtbar ist

Der Betrieb von Storage-Systemen in Eigenregie mag bei kleinen Unternehmen möglich sein, doch bei KRITIS-Betreibern ist dieses Vorgehen mit einem enormen Risiko verbunden. Moderne Speichersysteme sind komplex, und ein Fehler kann fatale Folgen haben. Hier stoßen interne IT-Teams schnell an ihre Grenzen:

  • Komplexität: Lösungen wie Ceph oder Software-Defined Storage sind leistungsfähig, aber auch anspruchsvoll in der Konfiguration und Wartung.
  • Hohe Verfügbarkeit: KRITIS-Systeme müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Ein 24/7-Support ist hierbei Pflicht und kann von internen Teams kaum gewährleistet werden.
  • Regulatorische Anforderungen: Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 stellt strenge Vorgaben. Ohne externes Experten-Know-how lassen sich diese Anforderungen oft nur schwer erfüllen.
  • Notfallmanagement: Bei einem Ausfall zählt jede Minute. Wer keinen sofortigen Zugriff auf spezialisierte Experten hat, riskiert lange Ausfallzeiten mit weitreichenden Folgen für die Gesellschaft.

Professioneller Support ist somit keine einfache Dienstleistung, sondern eine strategische Notwendigkeit, um die Business Continuity zu sichern.

Die Fallstricke proprietärer Lösungen

Viele KRITIS-Unternehmen setzen auf proprietäre Systeme großer Hersteller, da diese auf den ersten Blick Komfort und Sicherheit versprechen. Dieser Ansatz birgt jedoch erhebliche Nachteile, die langfristig ein hohes Risiko darstellen:

  • Vendor Lock-in: Unternehmen machen sich von einem einzigen Anbieter abhängig, was sie dessen Preismodellen und technologischen Entscheidungen ausliefert.
  • Kostenexplosion: Die Kosten für Lizenzen und Supportverträge sind oft intransparent und können im Laufe der Zeit stark ansteigen.
  • Geringere Flexibilität: Proprietäre Systeme lassen sich nur schwer an individuelle und oft sehr spezifische Anforderungen anpassen.
  • Geopolitische Risiken: Abhängigkeiten von internationalen Anbietern können in Zeiten von Sanktionen oder Handelskonflikten zu einem kritischen Problem werden.

Der strategische Vorteil von Open Source und Vendor-Agnostik

Open-Source-Lösungen bieten eine überzeugende Alternative. Sie sind nicht nur transparenter und flexibler, sondern eliminieren auch die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

  • Vendor-Agnostik: Eine Open-Source-Lösung ist nicht an die Hardware eines bestimmten Herstellers gebunden. Das ermöglicht es KRITIS-Unternehmen, die beste Hardware am Markt zu nutzen und sich so die Freiheit zu bewahren, den Support bei einem spezialisierten Partner zu beziehen.
  • Transparenz und Sicherheit: Der offene Quellcode kann weltweit von Experten geprüft werden. Das erhöht das Vertrauen und die Sicherheit, da potenzielle Schwachstellen schneller gefunden und behoben werden als bei proprietären Systemen.
  • Skalierbarkeit und Flexibilität: Lösungen wie Ceph sind nahezu unbegrenzt skalierbar und können sich den wachsenden Datenmengen in kritischen Umgebungen anpassen.
  • Kostenkontrolle: Der Verzicht auf teure Lizenzgebühren senkt die Gesamtbetriebskosten (TCO). Das freigewordene Budget kann gezielt in hochqualifizierten Support investiert werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Open-Source-Strategie, kombiniert mit professionellem Support, schafft eine Infrastruktur, die nicht nur leistungsfähig, sondern vor allem auch resilient und souverän ist. Für KRITIS-Unternehmen, die die Zukunft unserer Gesellschaft sichern, ist dies keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

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